Tigerforest: The Tides Of Day And Night (2014)

„Es gibt ein Waldgebiet in Höhe des Polarkreises, von Insidern ,Tigerforest‘ genannt. Er produziert fast die Hälfte, des von den Bäumen erzeugten Sauerstoffs auf der Erde. Der Wald hat allerdings eine sehr kurze Vegetationsperiode, nur etwa einen Monat. Ich war fasziniert von der Tatsache, dass es einen Wald gibt, der einen so großen positiven Einfluss auf den Planeten hat. Auch Musik könnte solche Fähigkeiten auf unterschiedliche Weise haben“. So erklärt der deutsche Sounddesigner Gunnar Spardel mit Wohnsitz in New York seinen Projektnamen TIGERFOREST. Schon mehrere Alben hat er veröffentlicht, doch wirklich aufmerksam wurde man erst jetzt, nachdem die aktuelle Platte in den Ambient-Charts der USA zur CD des Monats September gekürt wurde.

Sein Stil ähnelt sehr der spacig-romantischen Instrumentalmusik der Amerikaner Helpling & Jenkins. Mit Unterstützung von Gitarrist David Helpling ist das neue Album entstanden. Nicht alle Songs sind instrumental, so sind in “For The Minutes”, “Why Don’t You Answer” oder in „My Silent Mystery“ diverse Gastsängerinnen zu hören – und das schafft einen Bogen zu SCHILLER oder CLANNAD. Bei solch einer Verschmelzung aus tiefen Ambientklängen und poppigen Electronicsounds kann das Resultat nur himmlische Musik sein, alles andere kommt gar nicht in Frage. Anspieltipp: „Touch The Sky“, ein Hammersong! In “Geometry Of Shadows” wirkt der französische Electro-Musiker Eskadet mit. Bei “Awakened By Silence” spielt David Helpling die sphärische Liquid-Gitarre. Dabei entsteht das einmalig ätherische Klangbild. Fazit: Es sind 13 kontemplative, unterschiedliche Soundtracks, die die atemberaubende Natur auf der Erde vertonen. Sie bieten dem Hörer viel Raum zur eigenen Fantasieentfaltung. Schön, dass es immer wieder Künstler gibt, die solch herrliche Musik produzieren.

Ein Gedanke zu „Tigerforest: The Tides Of Day And Night (2014)“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.