Musik: The Starseeds

War schon sonderbar, dass ich erst im Jahre 2003, ausgerechnet von einem Fan aus den USA auf THE STARSEEDS aufmerksam gemacht wurde. Ein deutsch-englisches Pop-Duo mit Fans in Amerika! Ein echter Geheimtipp! Ziemlich verworren das Ganze aber als Retro-Empfehlung komme ich um diese einzigartige Formation nicht herum.

The Starseeds

Die deutsche Sängerin Regina Dannhof und Gitarrist Alex McGowan aus London haben schon 1998 mit ihrem Debütalbum „PARALLEL LIFE“ sowie zwei Jahre später mit „THERE IS ENOUGH FOR EVERYONE“ ein musikalisches Terrain betreten, das kaum andere Pop-Musiker je erreichen oder bestenfalls tangieren werden. Diese zwei CDs gehören eigentlich ins Regal eines jeden Liebhabers ausgefallener experimentierfreudiger Pop-Musik. Schade, dass es keine weiteren Platten mehr gab. Ebenso bedauerlich die Tatsache, dass die zwei Scheiben nur in begrenzter Stückzahl veröffentlicht wurden. Umso mehr fühle ich mich nahezu gedrängt diese Perlen wieder aufzufrischen!

The Starseeds

Die Musik von STARSEEDS auf einen Nenner zu bringen ist ziemlich schwierig, da bedarf es vieler Attribute. Es ist Flower-Power-Hippie-Pop mit Hang zur Avantgarde. Es ist Kosmos-Chillout mit erhöhtem Sex-Faktor. Es ist flauschiger Rhythm and Blues mit ultrageilen Riffs und fetten Basslinien. Witzig, flippig, trippig, sehr interessant. Mich transportiert der Sound immer wieder in den Heaven-Airport-Coffeeshop einer interstellaren Raumstation mit grandiosem Blick auf Sonne, Mond und Sterne. Unvergesslich die zeitlose, hypnotische Hymne „Parallel Life“ mit der flüsternden und jauchzenden Stimme von Regina Dannhof. Oh ja, über alles dominiert ihr schwebender Gesang. Die schwarzhaarige Cherubine aus dem Weltraum singt völlig schwerelos und fragil … englisch und auch mal deutsch.

Was ist nur aus diesen beiden Avantgardisten geworden? Ich dachte schon der Shuttle wäre längst abgefahren, verschollen im All, da erreicht mich die erfreuliche Nachricht: THE STARSEEDS bringen gegen Ende 2010 ihr 3. Album raus … na endlich!

Will Lücken

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