Mike Oldfield & York: Tubular Beats (2013)

Was passiert wenn zwei großartige Künstler für ein gemeinsames Projekt kooperieren? Mike Oldfield und  Torsten „York“ Stenzel, die  Koryphäen an den Saiten und Tasten, könnten das neue Dreamteam der Electro-Pop-Music sein. Nach seinem überragenden Chill- und Trance-Album „Islanders“ legt Sounddesigner York die Qualitätslatte mindestens genauso hoch.
„Tubular Beats“ enthält diverse Mike-Oldfield-Klassiker, aufgefrischt in zeitgemäße Rhythmusformate. Da die Musiker ohnehin schon Nachbarn sind (beide leben in der Inselwelt der Karibik) war die Zusammenarbeit quasi unvermeidbar. Torsten Stenzel hat alle Gitarrenparts von Mike Oldfield neu einspielen lassen und abgemischt. Ein eigener Song mit der „Nightwish“-Sängerin Tarja Turunen rundet das Werk ab.

Das gute Stück startet mit einem deliziösen Remix des Intros aus dem Erfolgsalbum „Songs of Distant Earth“. Schnell zeigt sich, die Musik ist geprägt vom typischen York-Sound. Doch nichts geht über den grandiosen Gitarrenklang Mike Oldfields. Eine Kinderstimme eröffnet den folgenden Track „Far Above the Clouds“. Von nun an geht’s mit Vollgas in die melodischen Tubular Beats. Wer kennt noch das sphärische „Ommadawn“ aus 1975? Dieser Track ist ein echtes Highlight. York hat dem Sound einen mystischen Herzschlagrhythmus verpasst, mit Scratch-Effekten garniert, gewagt aber gekonnt. Es geht auf und ab, wie ein Düsenjäger, der Pirouetten am Himmel zieht. Ebenfalls mit bizarren Effekten bestückt ist der Titeltrack „Tubular Bells“. Was als vertraute Hookline beginnt, entwickelt sich zu einer furiosen Adrenalinbombe. Es knarrt und scheppert und man befindet sich auf einer Tanzfläche mit blitzenden Laserlights und wummerndem Bass im Bauch. Zum Trackende wechselt die Stimmung und es entfaltet sich eine filigrane Klaviersonate. Dynamische Dancefloor-Passagen prägen das gesamte Werk, doch keine Sorge, sie klingen allesamt wohnzimmertauglich.
Das Album endet mit einer göttlich-entspannten Chillouthymne „Never Too Far“. Gesungen von der finnischen Sopransängerin Tarja Turunen, die schon mal bei „Schiller“ mitwirkte. Getragen auf weiten Klangflächen, vollendet mit zarten Pianotupfern und einer zauberhaften Gitarre, evoziiert der Song wandelbare Klangbilder und entschwindet wie in einem dichten Nebel ins Ungewisse.
httpv://www.youtube.com/watch?v=2RrLirduQmk

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