LICHTMOND: Universe Of Light (2012)

Aus der Ferne wirft eine heulende Gitarre sein Echo in die tiefe Schlucht.  Allmählich füllt sich die Atmosphäre mit ätherischen Klängen, eine männliche Stimme erzählt Geschichten von Schattenspiele und ein mehrstimmiger Chor antwortet mit Gänsehautrefrain. Das sind die Zutaten, woraus die beiden Sounddesigner Martin und Giorgio Koppehele die Lichtmond-Musik kreieren.

Eigentlich ist die zweite Veröffentlichung von LICHTMOND ein sensationelles Album, ein fettes Fass für Fans der elektronischen Rock-Musik, wenn da nicht der Wehrmutstropfen wäre. Das Paradoxe an dieser Musik ist die gewagte Kombination aus kernigem Rock und süßlichem Popschaum. Das kann gut gehen, aber wenn eine gelungene Komposition durch den weiblichen Gesang, der teilweise mehr an Mickey Maus als einer seriösen Sängerin erinnert, sich selbst in den Kitsch manövriert, ist es einfach schade. Da hilft nur noch selektieren. Doch unterm Strich präsentiert sich ein üppiges Musikspektakel in High-End, 3-D und 7:1 Surround-Sound mit vereinzelt überragenden Songs und atemberaubenden Videoclips.

Zum Beispiel, ein Track wie „Precious Life“  hat die Substanz, die früher ohne Zweifel zum Mega-Welthit reichte, pulsierender Sound, der bis in die Kniekehle geht, fetzige Gitarre und cooler Männergesang. Kein Geringerer als Rock-Legende Alan Parsons selbst singt die Nummer. Eine gute Wahl den renommierten Soundtüftler mit an Bord zu holen. Das in Frankreich erfolgreiche Ethnoprojekt „I Muvrini“ aus Korsika steuert ebenfalls einen absolut erstklassigen Titel bei: „Moments Of Joy“ spricht die feinsten Sinne an, weil es wie eine imaginäre Reise von einem Ufer ans andere ist. „Universe of Light“, ein sagenhafter Instrumentaltrack, der in aufregende Höhen abhebt. „Shadow Play“ wäre der geniale Soundtrack für eine Illumations-Show. Fantastische Musik, die keine Grenzen kennt. Wer den Stil von Alan Parsons, Pink Floyd oder Schiller mag, trifft bei LICHTMOND voll in die Mitte.

Trailer:

httpv://youtube.com/watch?v=WhELWU_GWhI&feature=g-hist

 

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