Klangstein: „Orbit“ (2015)

Der deutsche Musik-Produzent KLANGSTEIN veröffentlichte bislang zahlreiche Eigenproduktionen und Remixe auf diversen Compilations. Er komponiert und produziert auch für TV-Spots und Imagefilme und legt auf unterschiedlichen Veranstaltungen als DJ auf. KLANGSTEIN gehört zu den modernen Elektronikern, die den Spagat von poppigen Vocaltracks bis zu verträumten Klangsphären schaffen.

Sein lang erwartetes zweites Soloalbum „Orbit“ fängt allerdings nach meinem Geschmack etwas gewöhnungsbedürftig an. Steigert sich aber von Track zu Track. In „Happy Little Clouds“ mischt sich eine gewisse Raffinesse in die smarten Chilloutklänge und ab Track 6 hat mich KLANGSTEIN endgültig überzeugt. Mit dem Gitarristen von SINE ist der Titel „Klangsine“ entstanden, eine Melange aus perligen Gitarren- und warmen Synthiesounds – ein toller Song, der sich unaufhaltsam tief in meine Ohren bohrt. Als Electronicliebhaber ist diese Art von Klangzauberei nichts Fremdes – „wir“ leben damit und das ist gut so. Auch „Flowtation“ oder „Oxident“ sind so prickelnde Tracks, auch die nachfolgenden Songs bestechen durch genussvolle Klangkonstrukte. „Let it go“ zum Beispiel ist eine perfekte Mischung aus Ethno- und Rap-Gesang, getragen von schwebenden Electronicflächen. Auf „Rockets“ geht’s mit vollem Schub in den Orbit. Der von LYS-JANE gesungene Titel „Sleepwalkers“ schwingt geheimnisvoll und einschmeichelnd. Wer also abwechslungsreiche Electronica zum Genießen mag, ist bei KLANGSTEIN gut aufgehoben.

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