Jens Buchert: Electronic Space Lounge (III) (2014)

Schon der erste Track signalisiert: Da kommt was Großes auf mich zu. Cool und mondän fließt der Sound von „Replicants“ durch die Boxen und entfaltet sich kontinuierlich, wie ein schleichender schwarzer Panther in dunkler Nacht. Electronic vom Feinsten. Mein Ohrenkino wird wieder voll aktiviert. Dann geht’s auf in den Orbit – mit knackigen Beats und schwebenden Flächen. Ambientmusik mit groovigen Loops. Track für Track, kaum ein Durchhänger im gesamten Album. Das will was heißen bei 17 Stück. Damit keine Missverständnisse aufkommen: „Electronic Space Lounge“ enthält, wie der Titel schon andeutet, explizit loungige Chilloutklänge, mehr oder weniger als Background. Die Songs haben allerdings potenziellen Charme.

Eigentlich sollte ich keinen Titel hervorheben, weil sie allesamt mit raffinierten Grooves und elektrisierender Frische glänzen, manchmal bestückt mit coolen Gitarrenriffs oder charmanten Piano-Hooklines. Bei „Smoorland“ allerdings kann ich meine Bewunderung nicht zurückhalten. Da kommt alles zusammen. Erst weiß man nicht, wohin die Reise führt, dann entwickelt sich ein sensationeller Electronicsound – einfach zum Niederknien – doch leider viel zu früh zu Ende. Dennoch Applaus für Jens Buchert!
Auch mag ich die mystische Stimmung in „Purple Smoke“ oder den tanzbaren, leicht jazzig touchierten Ohrwurm „Moonlight“. Es geht nicht anders – bei all den grandiosen Songs wird sicherlich für jeden Fan sein Favorit dabei sein. Das Downloadalbum ist von A bis Z hörenswert. Jens Buchert überzeugt mal wieder mit einer unbändigen Kreativität und einer Chillout-Auswahl der Spitzenklasse. Es könnte seine Beste sein!

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