Archiv der Kategorie: Electronic-Pop

Stan Dart: „Ecclesia“ (2017)

Was würde passieren, wenn man das hochgelobte „DOM“-Album von Blank & Jones irgendwie fortsetzen würde? Der Österreicher Stan Dart hat’s getan und das Resultat ist ein Doppelalbum mit dem Titel „Ecclesia“. Anstelle des Kölner Doms ist hier der Grazer Dom Schauplatz für die sakrale Klangwelt. Doch damit nicht genug, Stan Dart fügt einen Hauch von Enigma-Atmosphäre hinzu. Die Messlatte ist hoch gelegt – das Ergebnis ist grandios!

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Peter Ries: „Dronespherism“ (2017)

Schon der Zungenbrechertitel läßt vermuten: Ist das Kunst oder kann das weg? Doch momentmal – der Interpret ist ein alter Hase in Deutschlands Pop-Landschaft. Er hatte schon mit Michael Cretu und Sandra sowie Sally Oldfield zusammengearbeitet, tourte mehrere Jahre mit Sandra durch Europa und trat als Bassist der Band auf. In den 2000ern produzierte er für die „No Angels“. Dann war es viele Jahre still um ihn und er experimentierte mit den Synthies diverse Soundtracks. Das aktuelle Online-Album ist mittlerweile sein zweites Soloprojekt. Es beginnt im Intro sehr spannend und sphärisch … Peter Ries: „Dronespherism“ (2017) weiterlesen

Schiller: Licht- und Schattentour 2016

Eine bombastische Show sollte es werden in der Kölner Lanxess-Arena. Trifft auch zu, was die Licht- und Lasershow angeht. Noch nie habe ich so eine grandiose, stimmige Lightshow gesehen. Das war Weltklasse!!! Doch was fabrizierte der Künstler Christopher von Deylen in den ersten zwei, drei Tracks? War das gewolltes Warmspielen? War das ein Versuch experimentelle Sounds zusammen mit der neu gefunden Bandcrew zu exerzieren um einen Song zu bilden? Kurios.
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YORK: Traveller (2016)

Traveller

Dass richtig gute Musik immer seltener wird, kommt mir sehr entgegen, da ich immer weniger Zeit zum Rezensieren habe. Nach ca. vier Jahren präsentiert Sound-Designer Torsten Stenzel aka YORK sein neuestes Werk: „Traveller“. Ob es mit seinem Vorgänger „Islanders“ mithalten kann? Die Antwort will ich schon vorweg geben: Nein, denn das Jahrhundertwerk von 2012 ist kaum zu toppen. Wie dem auch sei, auf „Traveller“ befinden sich immerhin eine Handvoll erlesener Klangperlen, die allein den Kauf des gesamten Doppelalbums rechtfertigen. YORK: Traveller (2016) weiterlesen

Beacon: Escapements (2016)

Mit ihrer Musik erforscht das New Yorker Electronic-Duo „Beacon“  (Leuchtfeuer) die dunkle Seite der süßen Melodie. Das ist verführerisch und unbequem zugleich.  Ein bisschen „Soft-Cell“ der 80er gemischt mit dem melancholischen Sound von „M83“ ergibt einen düster-sexy-groovy Ambient-Pop der Neuzeit mit feinfühlig akzentuiertem Gesang. Da die Band erst seit 2012 in ihrem Studio in Brooklyn experimentiert, empfiehlt es sich auch ein paar ältere Tracks zu hören. Geheimtipp!
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