Boris Blank & Malia: „Convergence“ (2014)

Wenn ein Elektronik-Pionier mit fast 40jähriger Erfahrung und eine mit dem Echo ausgezeichnete Jazz-Sängerin für ein gemeinsames Projekt kooperieren, kann nur etwas ganz Besonderes entstehen. Der Schweizer Boris Blank, Mastermind von YELLO und die afrikanisch-britische Sängerin Malia haben letztes Jahr ihr erstes gemeinsame Album aufgenommen. Das Resultat ist eine musikalische Symbiose aus Electronic, Pop und Jazz.

Malias samtig-rauchige Stimme mit dem unverkennbaren Jazz-Timbre war offensichtlich eine Herausforderung für den Klangkünstler Boris Blank, der schon zu YELLO-Zeiten immer wieder gerne den jazzig-chilligen Touch in einigen Tracks durchschimmern ließ. Boris entwarf dieses Mal überwiegend warme, entspannte Klangräume, verziert mit Electro-Dub-Effekten. Darin eingebettet Malias Gesang, der das Herz und die Seele berührt. Man könnte meinen, es ist ein Electronic-Gospel-Sound, eine Mischung aus YELLO und SADE.
Die perfekte „Convergence“ (Zusammenkunft) von Klang und Stimme. Manchmal sanft und gelassen wie ein Eiskunstläufer, der geschmeidig seine Bahnen zieht. Manchmal spielerisch leicht wie ein Seiltänzer oder groovig treibend fürs Parkett. Diese kostbare Musik umgibt dich wie ein wohlig-warmer Mantel und ist auch studiotechnisch auf höchstem Niveau. Ein cooles Album, aber wie war das noch mal? Perlen nur für Feinschmecker und mit Müll verdient man Geld.

httpv://www.youtube.com/watch?v=ewMZ-SIuHy8

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