Alle Beiträge von Will Luecken

Stan Dart: „Supernova“ (2018)

Das phänomenale Doppelalbum „Ecclesia“ zu toppen ist schon eine Herausforderung, zumal es eines der besten Alben in 2017 war. Stan Dart hat andere Ambitionen – er startet mit seiner neuen CD in den Weltraum. Wie der Künstler mir vorab erklärte, ist der Schwerpunkt bei den Kompositionen das Prinzip der Dualität. In den vier Tracks (zwischen 8 und 13 Minuten Länge) versucht Stan Dart immer zwei Instrumente miteinander harmonieren zu lassen oder zwei kleine Themes zu einem großen zusammenzubauen. Stan Dart: „Supernova“ (2018) weiterlesen

Moonbooter: „Cosmosonic“ (2018)

Seit über drei Jahren hat mich kein Moonbooter-Album so überzeugt wie die neue „Cosmosonic“. Endlich gibt es wieder den Moonbooter, der Pioniergeist und Retro perfekt miteinander verbindet. Schon der zweite Track „Caught by Melancholy“ flasht ungeheuerlich. Ein warmer, fulminanter Instrumentaltrack mit Gitarrenklang und fettem Arrangement … einfach zum Niederknien! Wie lange habe ich auf so ein Glanzstück von ihm gewartet? Doch damit nicht genug, es geht volle Kraft voraus: Das unwiderstehliche „I Remembered Tomorrow“ bohrt sich gnadenlos in die Gehörgänge ein. Früh kristallisiert sich: Die Drum-Programmings im gesamten Album sind ein starkes Fundament. Wer Moonbooter kennt, weiß auch, dass es oft und gerne rhythmusbetont zur Sache geht. Moonbooter: „Cosmosonic“ (2018) weiterlesen

Blank & Jones: Chilltronica Nr. 6 (2017)

Die „Chilltronica“-Serie von Blank & Jones nebst Kollegen ist wiedermal eine sehr anspruchsvolle, gelungene Electronic-Crossover-Compilation, die seines Gleichen sucht. Umso erstaunlicher der Sprung von Null auf Platz 1 der iTunes-Charts. Mögen die Downloadfans ihre Freude daran haben, ich persönlich ziehe lieber, die im Plattenladen angebotene CD vor. Verpackt im handlichen Hardcase überzeugt sie mit überragender Klangqualität.
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Schiller: „Einlassmusik 14“ (2017)

Eigentlich ist es ja richtig schade: Die „Einlassmusik“ von Schiller gibt’s nur am Merchandise-Point bei Schiller-Konzerten. Mir doch egal, denkt sich vielleicht der unbedarfte Musikkonsument, ist ja eh nur ’ne Einlassmusik. Doch da liegt der Schatz begraben. Die aktuelle Einlassmusik mit den Titeln „13 und 14“ (ja es gibt sogar zwei davon, wobei die „14“ gehaltvoller ist) ist das Beste was es bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt an elektronischer Ambientmusik zu hören gibt.
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Carbon Based Lifeforms: „Derelicts“ (2017)

Die schwedische Electronic-Formation CARBON BASED LIFEFORMS hat ihr heiß erwartetes 10. Album veröffentlicht. Für die zahlreichen Fans aus aller Welt sind die bizarren Soundkreationen das Optimum überhaupt.
Zu hören gibt’s die volle Dröhnung Psybient und Downbeats. Ein geiles Gemisch aus den abgefahrensten Facetten der Electronica. Manche Tracks klingen so spannend wie ein Trip an den Rand eines Vulkankraters, manche schmelzen ruhig dahin wie ein heißer Lavastrom. Für Fans dieses Genres unbedingt empfehlenswert.

Polished Chrome: Happiness / Remixed (2017)

Ziemlich überrascht hat mich der Erfolg von Polished Chromes Album „Happiness“, welches sich nicht nur wochenlang in den iTunes Charts gehalten hat, sondern auch in einer internationalen Ambient-Chart Platz 1 belegte. Jetzt folgt die Remix EP, die am 6. Oktober 2017 bei allen bekannten Downloadstores erscheinen wird. Einige der Top Produzenten der Chillout Szene haben sich ihren Lieblingssong des Polished Chrome Albums geschnappt und diesen neu interpretiert. Polished Chrome: Happiness / Remixed (2017) weiterlesen

Troels Hammer: „The Human Tree“ (2017)

Mit der Formation BLISS hat der Däne Troels Hammer nicht nur die Nationalität und das Label „Music for Dreams“ gemeinsam, auch der Stil des aktuellen Albums ähnelt sehr der afrikanisch inspirierten Ambient-Pop-Music. Mit 53 Jahren veröffentlicht der Pianist erst sein zweites Werk, das jenseits aller Konventionen steht. Aufmerksam wurde ich durch seine wunderbaren Tracks in diversen Compilations, wie z.B. in der „Chilltronica“ von Blank & Jones. Troels Hammer: „The Human Tree“ (2017) weiterlesen