Blank & Jones: Chilltronica Nr. 6 (2017)

Die „Chilltronica“-Serie von Blank & Jones nebst Kollegen ist wiedermal eine sehr anspruchsvolle, gelungene Electronic-Crossover-Compilation, die seines Gleichen sucht. Umso erstaunlicher der Sprung von Null auf Platz 1 der iTunes-Charts. Mögen die Downloadfans ihre Freude daran haben, ich persönlich ziehe lieber, die im Plattenladen angebotene CD vor. Verpackt im handlichen Hardcase überzeugt sie mit überragender Klangqualität.
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Schiller: „Einlassmusik 14“ (2017)

Eigentlich ist es ja richtig schade: Die „Einlassmusik“ von Schiller gibt’s nur am Merchandise-Point bei Schiller-Konzerten. Mir doch egal, denkt sich vielleicht der unbedarfte Musikkonsument, ist ja eh nur ’ne Einlassmusik. Doch da liegt der Schatz begraben. Die aktuelle Einlassmusik mit den Titeln „13 und 14“ (ja es gibt sogar zwei davon, wobei die „14“ gehaltvoller ist) ist das Beste was es bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt an elektronischer Ambientmusik zu hören gibt.
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Carbon Based Lifeforms: „Derelicts“ (2017)

Die schwedische Electronic-Formation CARBON BASED LIFEFORMS hat ihr heiß erwartetes 10. Album veröffentlicht. Für die zahlreichen Fans aus aller Welt sind die bizarren Soundkreationen das Optimum überhaupt.
Zu hören gibt’s die volle Dröhnung Psybient und Downbeats. Ein geiles Gemisch aus den abgefahrensten Facetten der Electronica. Manche Tracks klingen so spannend wie ein Trip an den Rand eines Vulkankraters, manche schmelzen ruhig dahin wie ein heißer Lavastrom. Für Fans dieses Genres unbedingt empfehlenswert.

Polished Chrome: Happiness / Remixed (2017)

Ziemlich überrascht hat mich der Erfolg von Polished Chromes Album „Happiness“, welches sich nicht nur wochenlang in den iTunes Charts gehalten hat, sondern auch in einer internationalen Ambient-Chart Platz 1 belegte. Jetzt folgt die Remix EP, die am 6. Oktober 2017 bei allen bekannten Downloadstores erscheinen wird. Einige der Top Produzenten der Chillout Szene haben sich ihren Lieblingssong des Polished Chrome Albums geschnappt und diesen neu interpretiert. Polished Chrome: Happiness / Remixed (2017) weiterlesen

Troels Hammer: „The Human Tree“ (2017)

Mit der Formation BLISS hat der Däne Troels Hammer nicht nur die Nationalität und das Label „Music for Dreams“ gemeinsam, auch der Stil des aktuellen Albums ähnelt sehr der afrikanisch inspirierten Ambient-Pop-Music. Mit 53 Jahren veröffentlicht der Pianist erst sein zweites Werk, das jenseits aller Konventionen steht. Aufmerksam wurde ich durch seine wunderbaren Tracks in diversen Compilations, wie z.B. in der „Chilltronica“ von Blank & Jones. Troels Hammer: „The Human Tree“ (2017) weiterlesen

Space One Music

Früher (in den 60er, 70er Jahren) gab es weltweit vielleicht 1000 Bands und sicherlich mehr als 100 Millionen Fans – heute gibt es mindestens 100 Millionen Bands und wieviele Fans? Hinzu kommt, dass das Publikum auch noch ungerecht verteilt ist – und warum gibt es heute immer noch Vorurteile gegen Electronic-Music? Diese Ungleichheit wirkt sich auf die Verkaufszahlen der Musiker aus – aber das ist per se ein anderes Thema!
In ,Will Soundcheck & Reviews‘ stelle ich gerne „Unbekannte“ vor. Mir ist egal, ob der Musiker bekannt und erfolgreich ist. Mir geht’s einzig und allein um Qualität. SPACE ONE MUSIC ist so ein Fall. Den kann man nur über Soundcloud hören oder downloaden. Da gibt’s noch nicht mal ein Album. Der Keyboarder aus Deutschland hat ein paar geniale Tracks produziert. Hier zwei sensationelle Beispiele …

Blank & Jones: „Relax – Edition Ten“ (2017)

Die neue „RELAX“ schmeckt nach salziger Seeluft und fühlt sich an wie warmer, feiner Sand zwischen den Zehen. Der gesamte erste Teil des Doppelalbums ist eine stimmige, homogene Klanglandschaft mit stellenweise tiefen Tauchgängen, wie in den Stücken „Pure Shores“ und „10.000 Emerald Pools“, wo mit dem ätherischen Gesang der Gastsängerin Zoe Dee der Hörer immer tiefer in die Unterwasserwelt gezogen wird, um schließlich später in den anderen Tracks wieder aufzutauchen und die szintillierenden Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche spiegeln zu sehen. In relaxter Aufbruchstimmung geht’s dann auf dem Segelboot zurück in Richtung Küste, begleitet von jazzig angehauchten Pianoklängen und dem zauberhaften Akustikgitarrenspiel des Bruno H. Müller – um dann weit nach Sonnenuntergang in „Wishing“ in der Stille zu reflektieren. Die zweite (Dancefloor-)CD überrascht mich persönlich sehr. Exzellente House-Tracks im Wechsel mit den üblich verdächtigen Volldampfnummern. Blank & Jones: „Relax – Edition Ten“ (2017) weiterlesen

Stan Dart: „Ecclesia“ (2017)

Was würde passieren, wenn man das hochgelobte „DOM“-Album von Blank & Jones irgendwie fortsetzen würde? Der Österreicher Stan Dart hat’s getan und das Resultat ist ein Doppelalbum mit dem Titel „Ecclesia“. Anstelle des Kölner Doms ist hier der Grazer Dom Schauplatz für die sakrale Klangwelt. Doch damit nicht genug, Stan Dart fügt einen Hauch von Enigma-Atmosphäre hinzu. Die Messlatte ist hoch gelegt – das Ergebnis ist grandios!

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Oliver Koletzki: „The Arc Of Tension“ (2017)

Als Wundertüte entpuppt sich das aktuelle Album von Oliver Koletzki. Hatte er sich früher mehr dem HipHop und Techno gewidmet, präsentiert er heute ein atmosphärisches Electronic-Crossover-Output der extravaganten Art. Progressive House meets Ambient meets Downbeat. Alle 13 Titel klingen recht unterschiedlich. „The Arc of Tension“ ist die psychonautische Reise über die verschiedenen Kontinente Olivers Bewusstsein. Jahrzehnte nach der Berliner Schule endlich mal was richtig Neues aus Berlin. Geiles Werk.

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SOUNDCHECK – REVIEWS